Heizen ohne Strom: Notfall im Winter überstehen
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| Produkt | Preis | Bewertung | Gewicht | Kapazität |
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Es ist 22:15 Uhr an einem Dienstag im Januar. Draußen minus drei Grad. Vor zehn Minuten ging der Strom weg, und mit ihm die Heizung. Im Wohnzimmer sind es noch 19 °C, aber in den nächsten anderthalb Stunden fällt die Zahl unter 16, und irgendwann fangen Sie an, an die Leitungen im Bad zu denken.
Was tun Sie jetzt?
Schnelle Antwort (Heizen ohne Strom im Winter): In den ersten 30 Minuten dämmen Sie — Rollläden runter, Türen abdichten, alle Personen in den kleinsten Raum (Wärmeinsel-Prinzip). Dann Zwiebelprinzip bei der Kleidung und Rettungsdecken. Für aktive Wärme am Tag: Katalyt- oder Petroleumheizung, aber nur mit Lüften und CO-Melder. Für die Nacht: Heizdecke an einer Powerstation, ohne Gas, ohne CO-Risiko.
Ein Stromausfall im Winter ist in Deutschland selten, aber nicht ausgeschlossen. Der Bundesverband Notfallplan empfiehlt deshalb, sich auf genau dieses Szenario vorzubereiten — nicht aus Panik, sondern weil die ersten Stunden über den Verlauf der ganzen Nacht entscheiden. In dieser Anleitung lesen Sie, wie schnell eine Wohnung wirklich auskühlt, was Sie in der ersten halben Stunde ohne einen Cent tun können, wie Sie eine Gasheizung benutzen, ohne sich zu vergiften, und warum der berüchtigte Teelichtofen keine Lösung ist, sondern ein Problem.
Warum Sie dieser Anleitung vertrauen können
Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2026
Bei Notfallplan bewerten wir Winter-Notfälle nach einem wiederholbaren Verfahren: Wir gleichen die Empfehlungen des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) und der Feuerwehr ab, prüfen technische Herstellerdaten und werten dokumentierte Berichte aus langen Stromausfällen aus — etwa den 31-Stunden-Ausfall in Berlin-Köpenick 2019 oder die Schneechaos-Lagen im bayerischen Voralpenland. Wir stellen aktive Sicherheit über Komfort: Wenn ein Gerät ein CO-Risiko hat, sagen wir das klar, auch wenn es sich gut verkauft.
Hinweis zu Affiliate-Links: Einige Links in dieser Anleitung sind Partnerlinks. Wenn Sie darüber kaufen, erhalten wir eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie. Wir nennen nur Produkte, die wir im konkret beschriebenen Zusammenhang für sinnvoll halten.
Wie schnell kühlt eine Wohnung aus? Die Zahlen, die niemand nennt

Wie schnell sinkt die Innentemperatur, wenn die Heizung ausfällt? Eine gut gedämmte Wohnung verliert bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt etwa 0,5 bis 1 °C pro Stunde. Ein schlecht gedämmter Altbau mit Einfachverglasung verliert das Doppelte. Das Einfrieren der Wohnung ist dabei selten das eigentliche Problem — die Innentemperatur fällt nachts in den meisten Fällen nicht unter 8 bis 12 °C. Unangenehm, ja. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn jemand Verletzliches mit im Haus ist.
Die echte Risikoschwelle ist leiser als Frost:
- Unter 16 °C Innentemperatur haben Menschen über 65 oder mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen.
- Unter 18 °C ist es für Säuglinge und Kleinkinder nicht mehr angemessen warm.
- Bleibt es draußen über Stunden unter minus fünf Grad, kann in ungedämmten Bereichen das Einfrieren der Wasserleitungen real werden.
Was die Berichte aus langen Ausfällen verbindet, ist auffällig: Die ersten sechs Stunden waren nie das Problem. Das Problem kam in der zweiten Nacht, wenn die Temperaturen längst gefallen waren und die Erschöpfung die Reaktionsfähigkeit gesenkt hatte. Kälte schlägt nicht plötzlich zu. Sie sammelt sich an. Und wenn Sie merken, dass Ihnen wirklich kalt ist, haben Sie schon stundenlang Wärme verloren.
Wer wirklich gefährdet ist
Wenn das Thermometer 12 °C zeigt, ist ein gesunder Erwachsener mit passender Kleidung unbequem, aber nicht in unmittelbarer Gefahr. Anders sieht es aus, wenn im Haushalt leben:
- Säuglinge unter sechs Monaten: Sie regulieren ihre Körpertemperatur noch nicht zuverlässig.
- Menschen über 65, besonders mit Herzleiden, Diabetes oder Medikamenten, die das Kälteempfinden verändern.
- Chronisch Kranke und Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die sich nicht selbst zudecken oder bewegen können.
Für diese Gruppen gilt: vor der Schwelle handeln, nicht danach. Genau dafür braucht es einen Plan, bevor der Strom weg ist.
Schritt 1: Erst dämmen, dann heizen — das Wärmeinsel-Prinzip

Die beste Notheizung verbraucht weder Brennstoff noch Strom. Es ist die Wärme, die schon in Ihrer Wohnung steckt, möglichst gut bewahrt. Bevor Sie irgendein Gerät aus dem Schrank holen, machen Sie zuerst das hier — und zwar in den ersten 30 Minuten.
Das Prinzip dahinter heißt Wärmeinsel: Sie heizen nicht die ganze Wohnung, sondern schaffen einen einzigen kleinen Raum, in dem es warm bleibt. Den Rest geben Sie auf.
- Rollläden und Vorhänge schließen. Das Glas ist die größte Wärmebrücke der Wohnung. Ein heruntergelassener Rollladen kann den Wärmeverlust über das Fenster um 30 bis 40 Prozent senken.
- Decken vor fensterlose Wände? Nein — vor die Fenster. Wo kein Rollladen ist, hängen Sie eine dicke Decke mit Klebeband oder Reißzwecken über die Scheibe, besonders im gewählten Raum.
- Türen abdichten. Rollen Sie Handtücher zusammen und legen Sie sie in den Spalt unter Türen, auch der Wohnungstür und jeder Tür, die nach draußen führt.
- Alle in den kleinsten Raum. Suchen Sie sich den kleinsten, innenliegenden Raum mit den wenigsten Außenwänden. Drei bis vier Menschen in 12 m² erzeugen zwischen 200 und 320 W passive Körperwärme, etwa 80 W pro Person in Ruhe. Körper heizen. Mehr, als die meisten denken.
- Kalten Boden abdecken. Ein Boden ohne Teppich kann 5 bis 8 °C kälter sein als die Luft. Legen Sie Decken, Teppiche oder Karton aus.
- Den gewählten Raum versiegeln. Auch die Innentür mit Kleidung oder Handtüchern abdichten.
Richtig gemacht, verzögert dieses Vorgehen den Temperaturabfall um zusätzliche 2 bis 4 Stunden. Ohne einen Cent auszugeben.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Der gewählte Raum ist selten das Wohnzimmer. Das Wohnzimmer hat mehr Fenster, mehr Fläche und wirkt naheliegend, weil wir dort leben. Es ist auch der kälteste Raum. Nehmen Sie lieber das Schlafzimmer oder ein kleines Innenzimmer in der Nähe des Bades. Wer mehr zur ersten Phase eines Ausfalls wissen will, findet in unserer ausführlichen Anleitung zur Stromausfall-Vorbereitung in Deutschland das komplette Protokoll für die ersten Stunden, von der Beleuchtung bis zur Kommunikation.
Schritt 2: Das Zwiebelprinzip — die Heizung, die Sie tragen
Bevor wir über Geräte reden: Die wirkungsvollste und billigste Wärmequelle bei einem Stromausfall im Winter ist Ihre Kleidung. Das Zwiebelprinzip funktioniert, weil die Luftschichten zwischen mehreren dünnen Lagen besser isolieren als ein einzelner dicker Pullover.
- Basisschicht: ein langärmliges Funktionsshirt aus Merinowolle oder technischem Polyester. Keine Baumwolle — sie nimmt Feuchtigkeit auf und kühlt dann aus.
- Mittelschicht: ein dicker Fleece oder Wollpullover über dem Rumpf.
- Extremitäten: dicke Wollsocken, Handschuhe (ja, auch drinnen) und vor allem eine Mütze.
- Direkt am Körper: eine Rettungsdecke aus Aluminium, über die Kleidung gewickelt, nicht darunter.
Die Mütze ist der Punkt, den fast alle vergessen. Über den Kopf verliert der Körper spürbar Wärme, gerade wenn der Rest gut bedeckt ist. Eine Wollmütze in der eigenen Wohnung macht einen echten Unterschied.
Die Rettungsdecke — die silberne “Alufolie” aus jedem Notfallset — ist das am meisten missverstandene Produkt der Vorsorge. Das Prinzip stimmt: Das Aluminium reflektiert bis zu 90 Prozent der abgestrahlten Körperwärme zurück. Aber dieser Wert gilt im Labor, statisch und ohne Feuchtigkeit. Im echten Gebrauch, mit Kleidung, Bewegung und etwas Körperfeuchte, sinkt die Wirkung auf 40 bis 60 Prozent. Immer noch nützlich. Aber keine Zauberei. Und ein Hinweis aus der Praxis: Wer die Decke wie ein Laken benutzt statt sich darin einzuwickeln, friert trotzdem.

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Zehn Rettungsdecken für die ganze Familie und genug Reserve. Eine zum Einwickeln über die Kleidung, weitere zum Abdichten von Fenstern und Türen. Gold nach innen, Silber nach außen.
Für eine ganze Nacht in einem Raum mit 8 bis 12 °C reicht die Rettungsdecke allein nicht. Nach drei bis vier Stunden sammelt sich Kondenswasser, das Aluminium atmet nicht, und die Wirkung lässt nach. Für die Nacht brauchen Sie einen echten Schlafsack oder Biwaksack über der Decke — der Schlafsack kommt obenauf, nicht darunter, damit das Aluminium die Körperwärme zuerst reflektiert. Ein einfacher Notfall-Biwaksack wiegt kaum etwas und gehört in jeden Vorrat.

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Für mehrere Nächte im Winter brauchen Sie allerdings einen vollwertigen Schlafsack mit einer Komforttemperatur von 0 °C oder darunter. Kunstfaser ist hier dem Daunenschlafsack vorzuziehen: Sie verträgt Feuchtigkeit besser und trocknet am nächsten Tag schneller. Ein Tipp aus der Erfahrung vieler, die einen echten Ausfall erlebt haben: Gehen Sie warm in den Schlafsack. In einen bereits ausgekühlten Schlafsack zu steigen ist etwas völlig anderes als in einen, in dem schon etwas Wärme steckt — der Körper schafft es kaum, einen kalten Sack von innen aufzuheizen.
Schritt 3: Gas- und Petroleumheizung — nur mit Lüften und CO-Melder
SICHERHEITSWARNUNG: LESEN SIE DAS, BEVOR SIE WEITERLESEN
Gasheizungen (Katalyt- und Konvektorheizungen) und Petroleumheizungen verbrauchen Sauerstoff und produzieren Kohlenmonoxid (CO). CO ist farb- und geruchlos. Sie merken nicht, dass Sie es einatmen. Eine solche Heizung gehört niemals in einen geschlossenen, unbelüfteten Raum und niemals in einen Raum, in dem geschlafen wird. Frischluftzufuhr und ein CO-Melder sind nicht optional — sie sind die Bedingung.
Gas- und Petroleumheizungen sind für den Tag eine echte aktive Wärmequelle. Aber sie sind auch die Geräte, bei denen jedes Jahr Menschen sterben, weil sie die Frischluft unterschätzen. Halten wir uns deshalb an klare Regeln.
Welche Geräte es gibt
Katalytheizung (für den häuslichen Notfall am ehesten geeignet): Verbrennung ohne sichtbare Flamme über ein Katalysatorvlies. Erzeugt weniger CO als eine offene Flamme — aber eben nicht null. Lüften bleibt Pflicht.
Gas-Konvektorheizung: sichtbare Flamme, mehr Leistung, mehr CO. Nur mit sehr großzügiger Belüftung oder im Freien. Für den Wohnraum weniger geeignet als die Katalytvariante.
Petroleumheizung: kräftige Wärme, aber starker Geruch und ebenfalls CO-Ausstoß. Nur in gut belüfteten Räumen, niemals im Schlaf. Brennstoff trocken und kühl lagern.
Campingkocher als Heizung? Niemals. Ein Gaskocher gehört zum Kochen in einen belüfteten Bereich, nicht zum Heizen in einen geschlossenen Raum. Das ist einer der gefährlichsten Fehler überhaupt.
Die fünf Regeln, die nicht verhandelbar sind
- Immer lüften. Mindestens ein Fenster spürbar offen, nicht nur gekippt, mit Durchzug für echte Frischluft.
- CO-Melder ist Pflicht. Ein zertifizierter Melder nach EN 50291 kostet zwischen 20 und 50 Euro. Wenn Sie keinen haben, kaufen Sie ihn vor der Heizung. Anbringen auf 1 bis 1,5 m Höhe, denn CO verteilt sich anders als Rauch und sammelt sich nicht oben an der Decke.
- Niemals im Schlaf. Wer schläft, bemerkt keine CO-Symptome und kann nicht reagieren. Für die Nacht gibt es die Heizdecke (Schritt 4).
- Nicht mit gefährdeten Personen im selben Raum, wenn Sie keine ständige Belüftung sicherstellen können.
- 30 Minuten vor dem Schlafen aus. Gerät abschalten, Raum durchlüften, dann erst schließen.
Das sind keine Vorschläge. Es sind die Bedingungen für sicheren Gebrauch. Ein CO-Melder ist die billigste Lebensversicherung im ganzen Vorratsschrank.

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Mehr zur richtigen Platzierung und zum Unterschied zwischen Rauch- und CO-Meldern lesen Sie in unserer Anleitung zu Rauchmeldern und CO-Meldern im Haus, die erklärt, welche Geräte in welche Räume gehören und worauf Sie beim Kauf achten sollten — gerade wenn Sie zum ersten Mal mit einer Notheizung hantieren.
Der Mythos Teelichtofen
Im Netz kursiert die Idee, man könne mit ein paar Teelichtern unter zwei Blumentöpfen aus Ton eine ganze Wohnung heizen. Das ist gefährlicher Unsinn. Die Physik ändert sich nicht durch einen Tontopf: Mehrere offene Flammen in einem geschlossenen Raum verbrauchen Sauerstoff und können bei schlechtem Wachs CO bilden. Vor allem aber sind es offene Flammen ohne Schutz — eine reale Brandgefahr, wenn der Ofen umkippt oder Stoff in die Nähe gerät. Die Feuerwehr warnt regelmäßig davor. Ein Teelichtofen erwärmt bestenfalls die Luft direkt darüber um wenige Grad und ist keine Heizung. Lassen Sie es.
Schritt 4: Heizdecke an der Powerstation — die sichere Wärme für die Nacht
Hier ist die wichtigste Unterscheidung des ganzen Artikels: Powerstations betreiben keine Heizlüfter sinnvoll. Ein Heizlüfter mit 300 W leert einen 288-Wh-Akku in unter einer Stunde. Was eine Powerstation dagegen gut kann, ist eine Heizdecke mit 40 bis 80 W — vier bis fünf Stunden direkte Körperwärme, genug für die ersten Stunden der Nacht.
Und das ist der entscheidende Vorteil: Die Heizdecke an der Powerstation ist die einzige aktive Wärmequelle, die in Innenräumen ohne Lüften zu 100 Prozent sicher ist. Keine Verbrennung, kein CO. Aber sie hat eine klare mathematische Grenze, die Sie kennen sollten, bevor Sie die Karte zücken.
Die Laufzeit ist die Kapazität in Wattstunden geteilt durch die Leistung des Geräts:
- BLUETTI Elite 30 V2 (288 Wh) + Heizdecke 60 W: 288 ÷ 60 = 4,8 Stunden, real eher 4,0 bis 4,3 Stunden durch Wechselrichter-Verluste. Brauchbar für die ersten Stunden der Nacht.
- BLUETTI Elite 30 V2 (288 Wh) + Heizlüfter 300 W: 288 ÷ 300 = 57 Minuten. Zum Beheizen eines Raumes nutzlos.
Die relevante Angabe für Notheizung ist also die Kapazität in Wattstunden, nicht die Spitzenleistung. Wer eine Powerstation für den Winter anschafft, sollte sie als Lieferant für Heizdecke, Licht und Handy-Ladung denken, nicht als Ersatz für die Heizung.

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Kompakte Powerstation mit 288 Wh — genug für eine 60-W-Heizdecke über die ersten Nachtstunden, dazu Licht und Handy-Laden. Leise, ohne Abgase, sicher im Innenraum.
Das Ablaufschema, das wir ohne Zögern empfehlen, sieht so aus: Tagsüber dämmen, Zwiebelprinzip und Katalytheizung mit Lüften, nur in den Wachstunden. Zwei Stunden vor dem Schlafen das Gas aus, Raum durchlüften. In der Nacht dann die Heizdecke an der Powerstation. Gas am Tag, Strom in der Nacht — so trennen Sie die beiden Risiken sauber voneinander.
Schritt 5: Leitungen, Medikamente und gefährdete Personen schützen
Wenn die Außentemperatur über Stunden unter minus fünf Grad bleibt, drehen Sie einen Wasserhahn auf einen ganz dünnen Faden auf — fließendes Wasser friert langsamer als stehendes, das senkt das Risiko geplatzter Leitungen in ungedämmten Bereichen.
Medikamente. Wer Insulin, bestimmte Biologika oder Impfstoffe lagert, die 2 bis 8 °C brauchen, hat im Winter einen Vorteil: Bei Kälte draußen steigt die Kühlschranktemperatur in den ersten Stunden kaum. Liegt es draußen aber über 8 °C oder dauert der Ausfall länger als sechs Stunden, packen Sie die gekühlten Medikamente in eine Kühltasche mit Kühlakku. Wichtig: Degradiertes Insulin sieht und riecht nicht anders. Im Zweifel vor der Gabe Arzt oder Apotheke fragen.
Lebensmittel. Ein geschlossener Kühlschrank hält die sichere Temperatur 4 bis 6 Stunden, ein voller Gefrierschrank 24 bis 48 Stunden. Nicht öfter als nötig öffnen.
Wenn der Ausfall in eine größere Wetterlage fällt — Schnee, Eis, blockierte Straßen — kommt Hilfe langsamer. Unsere Anleitung zur Vorbereitung auf Schneechaos im Winter in Deutschland zeigt, wie Sie Vorräte, Heizung und Mobilität für mehrere Tage Abgeschnittenheit planen, damit ein Heiz-Notfall nicht zum Versorgungs-Notfall wird.
Die Hierarchie der Notwärme
Wenn Sie nur eine Idee aus dieser Anleitung mitnehmen, dann diese: Die Reihenfolge zählt mehr als das Budget.
- Notdämmung und Wärmeinsel: kostenlos, in den ersten 30 Minuten.
- Zwiebelprinzip und Rettungsdecken: unter 30 Euro Vorinvestition.
- Katalyt- oder Petroleumheizung mit Lüften und CO-Melder: für den Tag, 30 bis 80 Euro.
- Powerstation und Heizdecke für die Nacht: 100 bis 300 Euro.
Mit den Schritten 1, 2 und 3 sauber umgesetzt übersteht eine vierköpfige Familie 48 Stunden Stromausfall im Winter mit einer Gesamtinvestition von 80 bis 150 Euro. Und das sicher. Kein Vorrat ist perfekt, keine Vorbereitung deckt jedes Szenario ab — aber wer weiß, wie man einen Raum abdichtet, technische Kleidung zur Hand hat und eine Heizung mit CO-Melder betreibt, ist dem Januar-Abend mit den minus drei Grad weit voraus.
Der nächste logische Schritt ist Ihr persönlicher Plan. Mit unserem Notfallplaner stellen Sie in wenigen Minuten zusammen, welche Ausrüstung zu Ihrer Wohnung, Ihrer Haushaltsgröße und Ihrer Region passt — vom Heizen bis zum kompletten 72-Stunden-Vorrat.
Folgen Sie im Ernstfall immer den Anweisungen der Behörden, der Feuerwehr und der Rettungsdienste (Notruf 112). Die Informationen auf diesem Blog dienen der präventiven Vorbereitung und ersetzen keine Beratung durch Fachkräfte.
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Redakteur für Notfallvorsorge · Deutschland
Ich schreibe seit acht Jahren über Notfallvorsorge. Ich wohne in Nordrhein-Westfalen, der Region, die 2021 von der Ahrtalflut getroffen wurde. Hier geht es um das, was ich selbst getestet und erlebt habe — nicht um das, was sich in generischen Prepper-Blogs gut verkauft.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell kühlt eine Wohnung aus, wenn die Heizung bei Stromausfall ausfällt?
Darf ich eine Gasheizung im Schlafzimmer laufen lassen, wenn ich das Fenster kippe?
Welche Temperatur in der Wohnung ist für Babys und ältere Menschen kritisch?
Wie viel Gas brauche ich für eine Katalytheizung über 24 Stunden?
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