Rauchmelder an der Zimmerdecke und CO-Melder an der Wand einer Wohnung

Rauchmelder & CO-Melder fürs Zuhause: Kaufratgeber

Thomas Weber, Notfalltechnik · · 11 Min. Lesezeit · Vergleich
Aktualisiert:
Basierend auf: Zivilschutz (BBK) WHO Rotes Kreuz Europäische Kommission

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Der Rauchmelder ist das eine Gerät im Haushalt, das fast jeder hat und kaum einer beachtet. Er hängt an der Decke, piept einmal im Jahr nervig in der Nacht, und das war’s. Dabei rettet er nachweislich Leben — und genau deshalb ist er in Deutschland inzwischen Pflicht. Was viele Haushalte aber übersehen: Der Rauchmelder ist nur die halbe Miete. Gegen die zweite, leisere Gefahr im Haus richtet er nichts aus.

Diese Gefahr heißt Kohlenmonoxid. Jeden Winter kommt es in Deutschland zu Vergiftungen durch defekte Gasthermen, schlecht ziehende Kaminöfen, Gasheizer in geschlossenen Räumen oder Holzkohlegrills, die jemand zum Heizen in die Wohnung holt. Das Tückische: Man merkt nichts. Kohlenmonoxid macht Kopfschmerzen und müde, man schläft ein und wacht nicht wieder auf. Ein Rauchmelder schweigt dabei, weil kein Rauch entsteht. Bei Notfallplan sehen wir das deshalb klar: Ein Haushalt braucht beides — einen Rauchmelder und einen CO-Melder. Dieser Ratgeber erklärt, welcher wohin gehört und worauf Sie beim Kauf achten müssen.


Warum Sie dieser Ratgeber von Notfallplan weiterbringt

Zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2026

Für diesen Vergleich haben wir die geltenden Normen ausgewertet — DIN EN 14604 für Rauchmelder, DIN EN 50291 für CO-Melder und die DIN 14676, die Einbau und Betrieb in Deutschland regelt. Dazu die Empfehlungen der Feuerwehren, des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie die Hinweise des DRK zur Erste-Hilfe bei CO-Vergiftung. Der Anspruch ist kein Verkaufsprospekt, sondern eine Orientierung, die zwei Geräte sauber auseinanderhält, die ständig verwechselt werden.

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Rauchmelder oder CO-Melder? Die Antwort in 30 Sekunden

Feuerwehr und Brandmeldesysteme

Kurz gesagt: Es ist kein Entweder-oder, sondern beides. Der Rauchmelder warnt vor einem Brand, der CO-Melder vor einem unsichtbaren, geruchlosen Giftgas, das der Rauchmelder nicht erkennt. In einer Wohnung mit Gastherme, Kaminofen oder Gasheizer brauchen Sie pflichtgemäß Rauchmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren — und zusätzlich mindestens einen CO-Melder nahe der Heizquelle und im Schlafzimmer.

Ohne Umschweife:

  • Rauchmelder: in Deutschland Pflicht. Erkennt einen Brand in der Frühphase, wenn er noch ein Schwelbrand ist. Mindestens in jedem Schlafzimmer, Kinderzimmer und in den Fluren als Rettungsweg.
  • CO-Melder: dringend nötig, sobald Sie eine Verbrennungsquelle haben — Gastherme, Gasheizung, Kaminofen, Gasheizer, Kohlegrill — oder eine angeschlossene Garage. Erkennt das Gas, das kein Rauchmelder sieht.
  • Wenn Sie nur eines hätten: Die Frage ist falsch gestellt. Keiner ersetzt den anderen. Pflicht ist der Rauchmelder, lebensrettend bei Verbrennungsquellen der CO-Melder.

Was genau erkennt ein Rauchmelder — und was nicht?

Hier wird es technisch, aber es lohnt sich, weil genau dieser Unterschied über Leben und Tod entscheiden kann.

Rauch sind feine Partikel, die entstehen, wenn etwas verbrennt oder schwelt: Holz, Kunststoff, Textilien, Kabelisolierung. Ein handelsüblicher Rauchmelder arbeitet optisch (Streulichtprinzip). In einer kleinen Kammer sitzt eine Lichtquelle; dringen Rauchpartikel ein, streuen sie das Licht auf einen Sensor, und der Alarm geht los. Das ist die frühe Warnung vor einem Feuer — oft Minuten, bevor offene Flammen entstehen.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein Gas. Kein Rauch, kein Feuer, nicht sichtbar, kein Geruch. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung, also überall dort, wo etwas mit zu wenig Sauerstoff brennt: in schlecht eingestellten Gasthermen, alten Durchlauferhitzern, Gasheizern in geschlossenen Räumen, Kaminöfen mit mangelhaftem Abzug und in Stromaggregaten, die jemand im Innenraum laufen lässt. Ein CO-Melder hat keine optische Kammer, sondern einen elektrochemischen Sensor, der die Gaskonzentration in der Luft misst und alarmiert, bevor gefährliche Werte erreicht werden.

Sehen Sie das Problem? Eine defekte Gastherme kann die Wohnung mit Kohlenmonoxid fluten, ohne dass eine einzige Rauchschwade entsteht. Der Rauchmelder bleibt stumm, weil es nichts zu erkennen gibt. Und umgekehrt: Ein Kabelbrand qualmt, setzt aber kaum CO frei. Jedes Gerät deckt ein Szenario ab, das das andere nicht sieht. Deshalb brauchen Sie beide — das ist keine Verkaufsmasche, sondern Physik.


Rauchmelderpflicht: Was das Gesetz in Deutschland verlangt

Das ist der entscheidende deutsche Punkt, der diesen Ratgeber von einem allgemeinen Kauftipp unterscheidet: In Deutschland gibt es eine Rauchmelderpflicht — und zwar in allen 16 Bundesländern. Die Regelungen stehen jeweils in der Landesbauordnung, und die Übergangsfristen für bestehende Wohnungen sind inzwischen überall ausgelaufen. Wer heute keine Rauchmelder hat, verstößt gegen geltendes Recht und riskiert im Schadensfall obendrein Ärger mit der Versicherung.

Pflicht sind die Melder mindestens in diesen Räumen:

  • Schlafzimmer — dort schlafen Menschen mit geschlossenen Türen, hier ist die Warnung am wichtigsten.
  • Kinderzimmer — selbe Logik, Kinder wachen von Rauch oft nicht von allein auf.
  • Flure, die als Rettungsweg dienen — also die Wege, über die Sie das Haus oder die Wohnung verlassen.

Sinnvoll, aber nicht überall vorgeschrieben, ist zusätzlich das Wohnzimmer. Wer auf Nummer sicher gehen will, stattet jeden Aufenthaltsraum außer Küche und Bad aus.

Wichtig ist die Zuständigkeit, die je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist: Den Einbau schuldet in den meisten Ländern der Eigentümer beziehungsweise Vermieter. Die Wartung — Prüftaste drücken, Gerät freihalten — liegt häufig beim Mieter, in einigen Ländern aber ebenfalls beim Eigentümer. Maßgeblich für die fachgerechte Installation und den Betrieb ist die DIN 14676. Für das Gerät selbst gilt die Produktnorm DIN EN 14604: Nur Melder mit diesem Prüfzeichen erfüllen die Pflicht.

Ein Tipp aus der Praxis: Achten Sie zusätzlich auf das Q-Label (Qualitätszeichen Q). Das ist ein freiwilliges Gütesiegel für besonders langlebige, störungsarme Rauchmelder mit fest verbauter 10-Jahres-Batterie. Pflicht ist es nicht, aber wenn Sie einen Melder einmal montieren und zehn Jahre Ruhe haben wollen, ist es die richtige Wahl. Mehr zum Gesamtbild der häuslichen Vorsorge finden Sie in unserer vollständigen Notfallvorsorge-Anleitung, in der der Brandschutz ein Baustein von mehreren ist.


Rauchmelder: Welcher kommt ins Haus?

Fangen wir mit dem an, den ohnehin jeder haben muss. Ein guter Rauchmelder ist günstig, in fünf Minuten mit zwei Schrauben oder einem Klebepad montiert und braucht über Jahre keine Aufmerksamkeit. Worauf es ankommt:

  • DIN EN 14604 als Pflichtnorm, idealerweise zusätzlich das Q-Label.
  • Fest verbaute 10-Jahres-Batterie statt Wechselbatterie — Sie ersparen sich das Pieptonkonzert um drei Uhr nachts.
  • Optischer Rauchsensor (kein Ionisationsmelder, die sind in Privathaushalten überholt).
  • Prüftaste und LED zur schnellen monatlichen Kontrolle.

Für die meisten Haushalte ist ein kombiniertes Gerät der bequemste Weg, beide Gefahren in einem Schritt abzudecken — dazu gleich mehr. Wer reine Rauchmelder sucht, findet im Handel solide Modelle bekannter Marken meist im Set für mehrere Räume, was günstiger ist als Einzelkauf. Die Feuerwehr-Faustregel lautet: einer pro Etage und in jedem Schlafraum. Nachts mit geschlossener Tür kann sich Rauch im Zimmer sammeln, bevor der Melder im Flur überhaupt etwas mitbekommt.


CO-Melder: Wer braucht ihn — und welchen?

Der CO-Melder überwacht ein Gas, das Sie auf keine andere Weise wahrnehmen könnten: Sie sehen es nicht, Sie riechen es nicht, und wenn die Symptome kommen — Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit — fehlt Ihnen womöglich schon die Klarheit zum Reagieren.

Einen CO-Melder braucht jeder Haushalt mit:

  • Gastherme oder Gasdurchlauferhitzer, besonders wenn die Geräte älter sind.
  • Gasheizer oder Gasofen, gerade die mobilen Geräte, die im Winter in geschlossenen Räumen laufen.
  • Kaminofen, Holz- oder Pelletofen mit einem Abzug, der verstopfen oder schlecht ziehen kann.
  • Angeschlossener Garage, in der ein laufender Motor CO freisetzt.
  • Stromaggregat, das ohnehin niemals im Innenraum laufen darf — genau aus diesem Grund.

Achten Sie auf die DIN EN 50291, die europäische Norm für CO-Melder im häuslichen Gebrauch, auf einen langlebigen Sensor und, wenn möglich, ein Display, das die gemessene Konzentration anzeigt. FireAngel ist hier eine der etablierten Marken.

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FireAngel CO-Melder FA3313

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Tragbarer Kohlenmonoxid-Melder einer Referenzmarke im Brandschutz, geprüft nach DIN EN 50291. Solides Einzelgerät für den Raum mit Gastherme, Kamin oder Gasheizung — kompakt genug, um es im Urlaub in die Ferienwohnung mitzunehmen, wo Sie die Heiztechnik nicht kennen.

Wer einen mobilen, wiederaufladbaren Melder bevorzugt — etwa zum Mitnehmen auf den Campingplatz, ins Wohnmobil oder neben den Kaminofen im Wochenendhaus — ist mit einem tragbaren Modell mit Display gut bedient. Solche Geräte zeigen die ppm-Konzentration direkt an und warnen über Vibration, Licht und Ton, was sie auch für schwerhörige Menschen oder den lauten Außeneinsatz tauglich macht.

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TOPTES CT-580 CO-Melder (wiederaufladbar)

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Tragbarer Kohlenmonoxid-Melder mit Display, das die Konzentration von 0 bis 1000 ppm anzeigt, und dreifachem Alarm aus Vibration, Licht und Ton. Der wiederaufladbare Akku spart Batteriewechsel; ideal als flexibles Zweitgerät für Auto, Camping und Reisen neben dem fest installierten Melder zu Hause.

Beim Stromaggregat gilt eine eiserne Regel, die unabhängig vom Melder zählt: niemals im Innenraum und niemals in der Garage betreiben. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Stromausfall-Vorsorge in Deutschland, wo das Thema CO besonders wichtig wird, weil bei einem Blackout improvisiert geheizt wird.


Der Kombi-Melder: bequem, mit einem Haken

Es gibt einen dritten Weg für alle, die es einfach halten wollen: den kombinierten Rauch- und CO-Melder, der beide Sensoren in einem Gerät vereint. Eine Einheit, eine Montage, beide Gefahren abgedeckt. Auf dem Papier das Beste aus zwei Welten — und für viele Wohnungen tatsächlich die pragmatischste Lösung.

Der Haken liegt im Anbringungsort, und der ist nicht nebensächlich. Der Rauchmelder gehört idealerweise an die Decke, wo der Rauch aufsteigt; der CO-Melder gehört auf Atemhöhe. Ein Kombigerät kann nicht an beiden Stellen gleichzeitig sein, also bleibt für einen der beiden Sensoren immer ein kleiner Kompromiss. In der Praxis funktioniert das gut, wenn Sie das Gerät auf der vom Hersteller angegebenen Höhe montieren — viele Kombigeräte sind dafür ausgelegt, an der Decke zu sitzen und CO trotzdem zuverlässig zu erfassen. Wer es optimal will, trennt: Rauchmelder oben, CO-Melder auf Atemhöhe.

X-Sense WLAN-Alarm für Rauch und Kohlenmonoxid mit austauschbarer Batterie, kombinierter Smart-Melder kompatibel mit der

X-Sense WLAN Rauch- und CO-Melder (Kombi, 2er-Set)

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Kombinierter Smart-Melder für Rauch und Kohlenmonoxid mit austauschbarer Batterie und App-Anbindung über X-Sense Home Security. Deckt beide Gefahren in einer Einheit ab und schickt die Warnung aufs Smartphone, falls Sie nicht zu Hause sind — die bequeme Komplettlösung für Mietwohnung oder Ferienhaus, im praktischen Doppelpack.

Ein praktischer Vorteil vernetzter Geräte: Sie melden den Alarm auch dann, wenn niemand zu Hause ist. Gerade wenn Sie Haustiere haben oder pflegebedürftige Angehörige im Haus, ist die Push-Benachrichtigung aufs Handy ein echter Mehrwert gegenüber dem reinen Piepton, den ohnehin keiner hört, wenn alle weg sind.


Richtig anbringen: Decke ist nicht gleich Wand

Der beste Melder nützt nichts am falschen Platz. Und die häufigste Verwechslung ist genau diese: Rauchmelder und CO-Melder gehören nicht an dieselbe Stelle.

Der Rauchmelder gehört nach oben

Heißer Rauch steigt auf und sammelt sich unter der Decke — also muss der Melder dort hängen.

  1. An die Decke, in die Raummitte oder den Flur, mindestens 30 bis 50 cm von Wänden und Ecken entfernt (in Ecken bilden sich Luftpolster, in denen der Rauch nur langsam ankommt).
  2. Einer pro Etage und in jedem Schlafraum, vor allem dort, wo mit geschlossener Tür geschlafen wird.
  3. Weg von Küche und Bad, um Fehlalarme durch Kochdunst und Wasserdampf zu vermeiden. Piept er trotzdem ständig: nicht abschalten, sondern weiter wegrücken.

Der CO-Melder gehört auf Atemhöhe

Weil sich Kohlenmonoxid mit der Raumluft mischt und nicht wie Rauch aufsteigt, sitzt sein Melder anders:

  1. Auf Atemhöhe, etwa 1,5 m über dem Boden, oder nach Herstellerangabe. Nicht an die Decke.
  2. Im selben Raum wie die Verbrennungsquelle (Gastherme, Heizung, Kaminofen), aber mit ein bis drei Metern Abstand zum Gerät, um Fehlalarme durch Startgase zu vermeiden.
  3. Zusätzlich im Schlafzimmer, besonders wenn eine Gastherme oder Heizung in der Nähe ist. CO tötet im Schlaf — genau dort muss der Melder Sie wecken.

Die Eselsbrücke ist simpel: Rauch oben, CO auf Atemhöhe. Wer sich nur das merkt, hat die halbe Arbeit schon erledigt.


Wartung: damit er funktioniert, wenn es zählt

Kommunikation ohne Netz im Notfall

Ein Melder ist kein Möbelstück, das man montiert und vergisst.

  • Einmal im Monat die Prüftaste drücken. Zehn Sekunden, die bestätigen, dass Sensor und Batterie arbeiten.
  • Verfallsdatum beachten. Auch geprüfte Geräte altern: der Rauchsensor rund zehn Jahre, der CO-Sensor je nach Modell sieben bis zehn. Das Datum steht auf dem Gehäuse — nach Ablauf tauschen, auch wenn er nie ausgelöst hat.
  • Niemals stilllegen, weil er beim Kochen piept. Kein Abkleben, kein Überstreichen, keine Batterie ziehen. Löst er falsch aus, ist der Standort schuld, nicht das Gerät. Umhängen.

Zehn Sekunden im Monat und ein Tausch pro Jahrzehnt. Mehr trennt einen verlässlichen Melder nicht von einem Dekostück an der Decke.


Wie das in Ihre Vorsorge passt

Die Erkennung ist die erste Schicht des häuslichen Brandschutzes, aber nicht die einzige. Dazu gehören die Bekämpfung — Feuerlöscher und Löschdecke — und ein Fluchtplan, den die ganze Familie kennt. Wer einen kompletten Haushaltsvorrat aufbaut, sollte Brandschutz und CO-Schutz von Anfang an mitdenken; eine Übersicht dazu bietet unser Ratgeber zum Notfall-Kit für 72 Stunden für Familien. Und wenn Sie wissen wollen, welche persönliche Ausrüstung im Haus sinnvoll ist, hilft der Beitrag zur persönlichen Schutzausrüstung für Notfälle zu Hause.

Wer von null anfängt und nicht weiß, in welcher Reihenfolge er vorsorgen soll, kommt mit dem Notfallplaner weiter. Er ordnet die Prioritäten nach Ihrer Wohnsituation, Ihrer Region und den Menschen, die mit Ihnen leben — damit Sie nichts Wichtiges auf halbem Weg liegen lassen.


Bevor Sie loslegen

Wenn Sie aus diesem Ratgeber nur einen Gedanken mitnehmen, dann diesen: Der Rauchmelder ist Pflicht und rettet bei einem Brand Leben — aber sobald Sie eine Verbrennungsquelle im Haus haben, ist der CO-Melder der, den die meisten Menschen vergessen. Der Rauch ist sichtbar und macht Angst, das Kohlenmonoxid ist unsichtbar, riecht nach nichts und tötet leise im Schlaf.

Beide kosten zusammen weniger, als die meisten für eine Spielekonsole ausgeben, und beide verlangen nach der Montage nur eines: einmal im Monat einen Knopfdruck. Bei Notfallplan ist die Haltung immer dieselbe: Vorsorge heißt nicht, in Angst zu leben, sondern an dem Tag nicht improvisieren zu müssen, an dem die Gastherme versagt oder ein Kabel zu schmoren beginnt.


Folgen Sie im Ernstfall immer den Anweisungen der Behörden, der Feuerwehr und der Rettungsdienste (Notruf 112). Die Informationen auf diesem Blog dienen der präventiven Vorbereitung und ersetzen keine Beratung durch Fachkräfte, die Feuerwehr oder Ihren Heizungs- und Gasfachbetrieb.

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Thomas Weber
Thomas Weber

Redakteur für Notfallvorsorge · Deutschland

Ich schreibe seit acht Jahren über Notfallvorsorge. Ich wohne in Nordrhein-Westfalen, der Region, die 2021 von der Ahrtalflut getroffen wurde. Hier geht es um das, was ich selbst getestet und erlebt habe — nicht um das, was sich in generischen Prepper-Blogs gut verkauft.

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Häufig gestellte Fragen

Ist ein Rauchmelder in Deutschland Pflicht?
Ja. In allen 16 Bundesländern gilt eine Rauchmelderpflicht, die letzten Übergangsfristen für Bestandsbauten sind längst abgelaufen. Vorgeschrieben sind mindestens Schlafzimmer, Kinderzimmer und die Flure, die als Rettungsweg dienen. Wer einbaut und wer wartet, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt: meist installiert der Eigentümer, die Wartung liegt oft beim Mieter. Maßgeblich ist die DIN 14676 für Einbau und Betrieb.
Erkennt ein Rauchmelder auch Kohlenmonoxid?
Nein. Ein Rauchmelder reagiert nur auf Rauchpartikel, die sein optischer Sensor in der Luft sieht. Kohlenmonoxid ist ein Gas: unsichtbar, geruchlos und ohne Rauch. Eine defekte Gastherme oder ein Kaminofen mit schlechtem Zug kann die Wohnung mit CO füllen, ohne dass der Rauchmelder anschlägt. Dafür brauchen Sie einen separaten CO-Melder nach DIN EN 50291.
Wo bringe ich den CO-Melder am besten an?
Auf Atemhöhe, etwa 1,5 m über dem Boden, im selben Raum wie die Heizquelle (Gastherme, Kamin, Gasheizer) — aber mit ein bis drei Metern Abstand zum Gerät, um Fehlalarme durch Startgase zu vermeiden. Zusätzlich gehört einer ins Schlafzimmer, denn Kohlenmonoxid ist nachts am gefährlichsten. Anders als der Rauchmelder gehört er nicht an die Decke.
Wie lange hält ein Rauchmelder oder CO-Melder?
Moderne Geräte haben eine fest verbaute Batterie, die zehn Jahre durchhält. Aber auch der Sensor altert: der Rauchsensor etwa zehn Jahre, der elektrochemische CO-Sensor je nach Modell sieben bis zehn Jahre. Auf dem Gehäuse steht das Herstellungs- oder Austauschdatum. Tauschen Sie den Melder dann aus, auch wenn er nie ausgelöst hat — ein abgelaufener Melder warnt im Ernstfall vielleicht nicht mehr.
Was bedeutet das Q-Label bei Rauchmeldern?
Das Q-Label ist ein freiwilliges Qualitätszeichen für besonders langlebige und störungsarme Rauchmelder mit fest verbauter 10-Jahres-Batterie. Es geht über die Pflichtnorm DIN EN 14604 hinaus und steht für geprüfte Bauteile und weniger Fehlalarme. Pflicht ist es nicht, aber ein gutes Kaufkriterium, wenn Sie einen Melder für die volle Lebensdauer wollen.

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