Lebensmittelechter HDPE-Wasserkanister mit Hahn für die Trinkwasser-Bevorratung im Notfall

Wasserkanister für den Notvorrat: Kaufratgeber 2026

Thomas Weber, Notfalltechnik · · 11 Min. Lesezeit · Nahrung & Wasservorsorge
Aktualisiert:
Basierend auf: Zivilschutz (BBK) WHO Rotes Kreuz Europäische Kommission

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ProduktPreisBewertungGewichtKapazität
Hünersdorff Kanister 20L mit LebensmittelhahnHunersdorff22,90 €★ 4.5 (2103 Bewertungen)780 g20 L
Tayg Kanister 20L mit HahnTayg16,28 €★ 4.5 (53 Bewertungen)600 g20 L
Kanister 25L Rechteckig Stapelbar HDPEPEHD14,69 €★ 4.6 (818 Bewertungen)900 g25 L
Enders Faltkanister 15L mit HahnEnders8,99 €★ 4.3 (271 Bewertungen)150 g15 L
Tayg Kanister 10L mit HahnTayg9,44 €★ 4.5 (53 Bewertungen)350 g10 L

Wie viel Wasser Sie brauchen, wissen Sie wahrscheinlich schon. Falls nicht: Das BBK empfiehlt etwa 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag und einen Vorrat für mindestens 10 Tage zu Hause. Die Zahl steht. Aber eine Frage beantwortet keine Liste so richtig: Worin lagern Sie dieses Wasser eigentlich? Welche Wasserkanister für den Notvorrat kaufen Sie, und was unterscheidet einen brauchbaren von einem, der nach vier Monaten metallisch schmeckt?

Denn es ist eben nicht egal. Ein Industriekanister aus dem Baumarkt ist etwas anderes als ein lebensmittelechter HDPE-Kanister mit Hahn. Und es macht einen Unterschied, ob Sie im Haus mit Keller wohnen oder in einer 45-Quadratmeter-Wohnung, in der der einzige freie Platz die Schublade im Flur ist. Hier geht es ans Praktische: welcher Kanister, warum gerade der, und wie Sie ihn so pflegen, dass beim nächsten Stromausfall um zwei Uhr nachts wirklich Trinkwasser aus dem Hahn kommt.

Warum trauen Sie diesem Ratgeber?

Letzte Aktualisierung: 2026-06-21

Wir prüfen diesen Inhalt nach einem wiederholbaren, nachvollziehbaren Verfahren:

  • Wir orientieren uns an den Empfehlungen des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) und an der EU-Verordnung 1935/2004 für Lebensmittelkontakt.
  • Wir lesen echte Nutzerbewertungen bei Amazon und in Vorsorge-Foren, um wiederkehrende Schwächen zu erkennen (undichte Hähne, Plastikgeschmack, sprödes Material).
  • Wir gleichen Herstellerangaben (Hünersdorff, Tayg, Enders) mit Datenblättern und realen Gewichtsmessungen ab.
  • Haltbarkeit und Lebensmittelsicherheit gehen vor Marketing und Optik.
  • Wir aktualisieren die Auswahl, wenn sich Preise, Verfügbarkeit oder Empfehlungen ändern.

Affiliate-Hinweis: Einige Links in diesem Ratgeber sind Partnerlinks. Wenn Sie darüber kaufen, erhalten wir eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für Sie. Wir nehmen nur Produkte auf, die wir im erklärten Zusammenhang für sinnvoll halten.

Warum taugt nicht jeder Behälter für die Wasserbevorratung?

Zugang zu Trinkwasser im Notfall

Welchen Kanister sollten Sie für den Wasservorrat kaufen? Einen lebensmittelechten HDPE-Kanister (Polyethylen hoher Dichte) mit dichtem Verschluss und integriertem Hahn. Suchen Sie das Glas-Gabel-Symbol neben dem Dreieck mit der Zahl 2. Kanister mit 10 bis 25 Litern und dieser Kennzeichnung kosten zwischen 9 und 23 Euro und halten das Wasser monatelang trinkbar, ohne Geschmack abzugeben oder selbst zu zerfallen.

HDPE. Polyethylen hoher Dichte. Das ist Ihr Kunststoff. Er gibt keinen Geschmack ans Wasser ab, er zersetzt sich nicht in zwei Sommern und er ist für den dauerhaften Lebensmittelkontakt gemacht. Wie erkennen Sie ihn? An dem Dreieck mit der Zahl 2 und dem Glas-Gabel-Symbol auf dem Etikett. Diese Kennzeichnung verlangt die EU-Verordnung 1935/2004 für Materialien mit Lebensmittelkontakt. Fehlt sie, lassen Sie den Kanister stehen. Egal wie günstig er ist.

Viele füllen einfach PET-Flaschen aus dem Supermarkt nach. Für eine Woche überbrücken? In Ordnung. Aber PET ist ein dünnerer Kunststoff, der mit UV-Licht und Wärme schlecht zurechtkommt. Nach ein paar Monaten in einem warmen Abstellraum wird die Flasche oft trübe und brüchig. Das ist nicht die verlässliche Reserve, die Sie ein halbes Jahr lagern wollen. Was Sie ohne Ausnahme vermeiden: Behälter, die einmal Milch enthalten haben (das Fett bekommen Sie nie ganz raus, da wachsen Bakterien), Eimer von Wandfarbe, Flaschen von Reinigungsmitteln. Alles, was nicht Wasser oder Getränk war. So billig sie wirken, sie verseuchen das Wasser auf eine Art, die Sie nicht sehen und nicht riechen, bis es zu spät ist.

Ein lebensmittelechter HDPE-Kanister mit 20 Litern kostet zwischen 16 und 23 Euro. Das ist weniger als zwei Mittagessen in der Kantine. Ein ungeeigneter Behälter kann Ihnen 20 Liter Trinkwasser ruinieren, die Sie brauchen, wenn die Versorgung ausfällt. Lohnt es sich, fünf Euro zu sparen und es darauf ankommen zu lassen? Ehrlich nicht.

Was auf dem Etikett stehen muss

Zuerst das Lebensmittelsymbol: Glas und Gabel. Es bestätigt, dass der Kunststoff für Lebensmittelkontakt geeignet ist. Dann das HDPE-Dreieck mit der Zahl 2 im Recycling-Symbol. Steht zusätzlich “lebensmittelecht” oder “food grade” dabei, umso besser, manche Hersteller drucken aber nur das Piktogramm.

Und jetzt das Detail, das nebensächlich wirkt, es aber nicht ist: der Hahn. Einen 20-Kilo-Kanister ohne Hahn zu kippen, um Wasser einzugießen, ist im Dunkeln um drei Uhr nachts, mit quengelnden Kindern, eine ziemliche Aktion. Sie verschütten Wasser, machen sich nass, ärgern sich. Mit Hahn drehen Sie auf und gießen ein. So einfach.

Starr oder faltbar? Es kommt darauf an, wo Sie wohnen

Kurze Antwort: Mit Keller oder Garage nehmen Sie einen starren, stapelbaren HDPE-Kanister (Tayg 20 L, ab etwa 16 Euro). In der kleinen Wohnung ohne Platz ist ein Faltkanister (Enders 15 L, ab etwa 9 Euro) leer nur wenige Zentimeter dick. Die meisten erfahrenen Vorsorger nutzen beides: starr als Hauptvorrat, faltbar als platzsparende Reserve.

Es gibt kein “besser” an sich. Das muss klar sein. Es gibt nur das passendere Modell für Ihre Lage. Und die Hauptvariable ist nicht der Preis und nicht die Marke. Es ist der Platz, den Sie zu Hause haben.

Starre Kanister: für alle mit Stauraum

Starre HDPE-Kanister sind langfristig die verlässlichste Wahl. Robust, stapelbar, sie verformen sich nicht unter dem Wassergewicht und halten jahrelang. Ein voller 20-Liter-Kanister auf einem anderen 20-Liter-Kanister steht problemlos. Der Nachteil ist offensichtlich: Sie brauchen leer genauso viel Platz wie voll. Ein 20-Liter-Kanister misst etwa 30 x 18 x 38 cm, und voll wiegt er über 20 Kilogramm. Das tragen Sie nicht eben mal in den dritten Stock ohne Aufzug.

Ideal für: Abstellraum, Garage, Vorratskeller, Wohnung mit etwas freiem Platz.

Faltkanister: für Wohnungen ohne Stauraum

Zusammengefaltet ist ein Kanister wie der Enders mit 15 Litern nur etwa 4 cm dick. Im Grunde so flach wie ein dickes Buch. Er passt in die Schublade der Flurkommode, in den hinteren Teil eines Kleiderschranks oder sogar in den Fluchtrucksack. Das ist der Vorteil.

Der Haken, und da muss man ehrlich sein: Die Falze und Nähte werden mit der Zeit schwächer. Voll sind Faltkanister nicht stapelbar. Und die ersten zwei, drei Befüllungen schmecken oft leicht nach Plastik, was kaum eine Produktbeschreibung erwähnt. Das verschwindet, wenn Sie vor dem ernsten Einsatz mit Wasser und etwas Natron ausspülen. Es taucht in den Nutzerkommentaren aber immer wieder auf. Warum es nicht im Datenblatt steht? Keine Ahnung. Es passiert trotzdem.

Ideal für: kleine Wohnung ohne Abstellraum, zweiter ergänzender Behälter, Fluchtrucksack.

Bei Notfallplan haben wir mehrere Modelle beider Typen ausprobiert. Das Fazit nach echtem Gebrauch (Rotationen, ein paar Versorgungslücken, ein bisschen Camping zum Materialtest): Die meisten erfahrenen Vorsorger nutzen beides. Nicht das eine oder das andere, sondern die Kombination je nach Wohnung. Wenn Sie noch unschlüssig sind, wie viel Vorrat insgesamt sinnvoll ist und welche Lebensmittel dazugehören, ordnet unsere Notvorrat-Liste nach BBK-Empfehlung das Wasser in den Gesamtvorrat ein, von Konserven über Reis bis zur Kochmöglichkeit.

Wie viele Wasserkanister brauchen Sie im Notfall?

Kurze Antwort: Das BBK empfiehlt etwa 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag plus rund 0,5 Liter zum Kochen, Vorrat für mindestens 10 Tage. Für 2 Personen sind das rund 50 Liter (zwei bis drei Kanister à 20 bis 25 L), für eine vierköpfige Familie rund 100 Liter (vier bis fünf Kanister). Mehrere mittlere Kanister sind besser als ein riesiger.

Die BBK-Rechnung lautet: 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, plus etwa einen halben Liter zum Kochen und für die Hygiene. Soweit klar. Was selten jemand erklärt, ist die Übersetzung dieser Liter in konkrete Kanister, die Sie kaufen und irgendwo unterbringen können. Hier ist sie, gerundet auf den 10-Tage-Vorrat des BBK:

Personen × 10 Tage = benötigte Liter = empfohlene Kanister

  • 1 Person, 10 Tage = rund 25 Liter. Ein 25-Liter-Kanister, oder ein 20er plus ein kleiner faltbarer als Reserve.
  • 2 Personen, 10 Tage = rund 50 Liter. Zwei 25-Liter-Kanister, oder zwei 20er plus einen 10er.
  • 3 Personen, 10 Tage = rund 75 Liter. Drei 25-Liter-Kanister. Passt auf ein stabiles Regalbrett.
  • 4 Personen, 10 Tage = rund 100 Liter. Vier bis fünf Kanister à 20 bis 25 Litern. Das braucht ein Regal im Keller oder in der Garage.
  • 5 Personen, 10 Tage = rund 125 Liter. Fünf 25-Liter-Kanister plus etwas Reserve. Hier wird der Platz zum echten Faktor.

Ein Rat, der naheliegt, den aber kaum jemand befolgt: Lieber mehrere mittlere Kanister als ein riesiger. Drei 20-Liter-Kanister lassen sich leichter bewegen, drehen und verteilen als ein 60-Liter-Tank, den niemand allein anheben kann. Und wenn einer durch einen schlecht schließenden Deckel verkeimt? Dann verlieren Sie ein Drittel, nicht alles. Diese Logik, das Wasser auf mehrere Behälter aufzuteilen, ist dieselbe, die das BBK bei der Vorratshaltung empfiehlt: Fällt ein Behälter aus, bleibt der Rest sicher.

Die Wasserkanister, die wir bei Notfallplan empfehlen

Wir haben fünf Modelle ausgewählt, die von der kleinen Wohnung bis zur Garage mit reichlich Platz alles abdecken. Hier kommen sie, vom Hauptvorrat bis zur platzsparenden Reserve.

Hünersdorff Kanister 20 L: der bewährte Klassiker

Der Hünersdorff ist in deutschen Vorratskellern fast schon Standard. Lebensmittelechtes HDPE, 20 Liter, mit auslaufsicherem Hahn und Tragegriff. Über 2.000 Bewertungen bei 4,5 Sternen sprechen für sich, das ist der meistbewertete Trinkwasserkanister im Sortiment. Die Verarbeitung ist solide, der Hahn dichtet zuverlässig, und das Material bleibt über Jahre formstabil. Wenn Sie nur einen Kanister als Grundstock kaufen wollen, ist das eine sehr sichere Wahl.

Hunersdorff Hünersdorff Kanister 20L mit Lebensmittelhahn

Hünersdorff Kanister 20 L mit Lebensmittelhahn

4.5 (2103)

22,90 €

Lebensmittelechtes HDPE mit dichtem Hahn und Griff. Über 2.000 Bewertungen, der bewährte Hauptvorrat für 3- bis 4-Personen-Haushalte.

Tayg Kanister 20 L mit Hahn: der günstige Familienstandard

Gleiche Größe, gleiches lebensmittelechtes HDPE, aber spürbar günstiger. Der Tayg ist stapelbar, Sie können also einen auf den anderen setzen, ohne dass er sich verformt. Zwei Tayg-Kanister sind 40 Liter, genug für zwei Personen über mehr als eine Woche. Die Zahl, die wirklich zählt: Voll wiegt er etwa 20,6 kg. Bevor Sie ihn ins Regal stapeln, prüfen Sie, ob das Regal dieses Gewicht trägt. Metallregale aus dem Baumarkt halten meist 50 bis 75 kg pro Boden, also zwei bis drei Kanister problemlos. Ein Pressspanregal aus dem Wohnzimmer wahrscheinlich nicht.

Tayg Tayg Kanister 20L mit Hahn

Tayg Kanister 20 L mit Hahn

4.5 (53)

16,28 €

Stapelbares lebensmittelechtes HDPE zum kleinen Preis. Zwei Stück ergeben 40 L Reserve für einen Zweipersonenhaushalt.

Kanister 25 L rechteckig stapelbar HDPE: maximale Lagerung

Wer Garage oder Abstellraum hat und möglichst viele Liter pro Quadratmeter unterbringen will, greift hierzu. Das rechteckige Format nutzt rund 30 Prozent mehr Platz als runde Kanister, weil keine Lücken zwischen den Einheiten bleiben. BPA-freies HDPE, 25 Liter, mit über 800 Bewertungen bei 4,6 Sternen das bestbewertete Lagermodell. Der Haken: Dieses Modell hat keinen Hahn. Zum Lagern im Regal, wo der Kanister sich nicht bewegt, ist das kein Problem. Für die tägliche Entnahme schon. Stellen Sie sich für die rechteckigen Lagerkanister einen kleinen Kanister mit Hahn als Zwischenspender daneben.

PEHD Kanister 25L Rechteckig Stapelbar HDPE

Kanister 25 L rechteckig stapelbar HDPE

4.6 (818)

14,69 €

Bestes Liter-pro-Euro-Verhältnis im Sortiment. Rechteckiges Format, BPA-frei, maximiert den Platz im Regal.

Enders Faltkanister 15 L: die Lösung für kleine Wohnungen

Zusammengefaltet misst er etwa 28 x 28 x 4 cm und wiegt 150 Gramm, so viel wie ein Smartphone. Ausgefaltet gibt er Ihnen 15 Liter mit Hahn und Ablaufschlauch, mit dem sich der Kanister vollständig entleeren lässt. Für unter 9 Euro ist das die praktischste Option, wenn Ihr einziger freier Platz eine Schublade ist. Ein Hinweis, den kaum jemand erwähnt: Die ersten zwei, drei Befüllungen schmecken deutlich nach Plastik. Nicht gefährlich, aber unangenehm. Spülen Sie vor dem ersten ernsten Gebrauch mit warmem Wasser und einem Löffel Natron aus, danach ist der Geschmack weg. Wie eine neue Trinkflasche, die man erst einmal “einweiht”.

Enders Enders Faltkanister 15L mit Hahn

Enders Faltkanister 15 L mit Hahn

4.3 (271)

8,99 €

Zusammengefaltet nur 4 cm dick, passt in eine Schublade. Mit Ablaufschlauch zum vollständigen Entleeren. Ideal ohne Keller oder Garage.

Tayg Kanister 10 L mit Hahn: der Einstieg

Für unter 10 Euro der günstigste Kanister mit Hahn und Lebensmittelzulassung. Lebensmittelechtes HDPE, der Hahn dichtet ab dem ersten Tag, was bei billigen Kanistern keine Selbstverständlichkeit ist. Für eine Einzelperson oder als Ergänzung zu größeren Kanistern schwer zu schlagen. Voll wiegt er gut 10 kg und passt unter die Küchenspüle, der zugänglichste Lagerplatz überhaupt.

Tayg Tayg Kanister 10L mit Hahn

Tayg Kanister 10 L mit Hahn

4.5 (53)

9,44 €

Günstigster Kanister mit Hahn im Sortiment. Lebensmittelecht, voll nur gut 10 kg, passt unter die Spüle.

Wie füllen und konservieren Sie Leitungswasser über Monate?

Vorrat an haltbaren Lebensmitteln für den Notfall

Kurze Antwort: Füllen Sie die Kanister randvoll mit Leitungswasser, ohne Luftpolster. Dicht verschließen. Ein Konservierungsmittel auf Silberbasis hält das Wasser über Monate keimfrei. Dunkel und kühl lagern, weg von Wärmequellen. Alle 6 Monate wechseln, am besten zur Zeitumstellung.

In Deutschland ist Leitungswasser von hoher Qualität und gechlort oder mit Chlordioxid behandelt. Sie können die Kanister direkt am Wasserhahn befüllen. Aber es gibt ein paar Handgriffe, die Ihr Wasser doppelt so lange frisch halten:

  1. Kanister ausspülen vor der ersten Befüllung, besonders wenn er neu ist. Fabrikneue Kanister sind sauber, aber man weiß nie, welcher Staub sich im Lager angesammelt hat.
  2. Randvoll füllen, ohne Luftpolster. Der gelöste Sauerstoff im verbleibenden Luftraum nährt aerobe Mikroorganismen. Weniger Luft, weniger Sauerstoff, weniger Keimwachstum.
  3. Dicht verschließen. Wenn der Hahn nicht sauber abdichtet, umwickeln Sie ihn mit Teflonband für Sanitärinstallationen. Kostet ein paar Cent und löst die meisten Tropfprobleme.
  4. Konservierung (optional): Ein Mittel auf Silberbasis hält das Wasser über Monate keimfrei, ohne den Geschmack spürbar zu verändern. Die Silberionen hemmen das Wachstum von Bakterien und Algen schon in sehr geringer Konzentration. Dasselbe Prinzip nutzen Wohnmobil-Wassertanks, und wenn es für Menschen funktioniert, die monatelang unterwegs sind, funktioniert es für Ihren Abstellraum.
WM Aquatec Wasserkonservierungsbehandlung 1000L

WM Aquatec Wasserkonservierung bis 1000 L

4.5 (872)

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Flüssigkonservierung auf Silberbasis gegen Keimvermehrung im gelagerten Wasser. Eine kleine Flasche behandelt bis zu 1000 Liter Kanisterwasser.

Lagern Sie die Kanister dunkel und weg von Wärmequellen. Licht und Hitze bauen das Restchlor ab und fördern Algenbildung. Wo? Ein Unterschrank in der Küche, ein Abstellraum, eine fensterlose Speisekammer. Nichts Kompliziertes, kein Bunker nötig.

Sicherheitshinweis: Lagert das Wasser länger als sechs Monate, öffnen und riechen Sie vor dem Trinken daran. Bei merkwürdigem Geruch, gelblicher Färbung oder Schwebeteilchen entkeimen Sie es mit Tabletten oder kochen es eine Minute lang ab. Geruch und Aussehen erkennen aber nicht alle Erreger: Bakterien wie E. coli verändern Farbe und Geruch des Wassers nicht spürbar. Wenn Sie unsicher sind und seit mehr als sechs Monaten nicht gewechselt haben, entkeimen Sie im Zweifel immer. Welche Methode wann sinnvoll ist, vergleichen wir in unserer Gegenüberstellung von Wasserfilter und Entkeimungstabletten, je nachdem ob es um Bakterien, Trübstoffe oder chemische Verunreinigung geht.

Was Ihnen keiner sagt: Rotation und echte Pflege der Kanister

Der Standardrat lautet “Wasser alle sechs Monate wechseln”. Schön. Und wie viele machen das wirklich? Kaum jemand. Weil sie kein System haben, sondern nur gute Vorsätze, was nicht dasselbe ist.

Der praktischste Trick, den wir kennen, ist die Kopplung der Rotation an die Zeitumstellung: letzter Sonntag im März, letzter Sonntag im Oktober. Wenn Sie die Uhr umstellen, wechseln Sie das Wasser. So einfach. Keine Handy-Erinnerung zum Wegklicken, keine Kalendernotiz zum Übersehen. Es funktioniert, weil Sie an dem Tag ohnehin daran denken, etwas zu ändern.

Am Stichtag: Kanister leeren (gießen Sie das Wasser auf die Pflanzen oder wischen Sie damit, schütten Sie 40 bis 50 Liter brauchbares Wasser nicht einfach weg), innen ausspülen, neu am Hahn befüllen und das Datum mit wasserfestem Stift direkt auf den Kanister schreiben. Keine Aufkleber, die sich lösen, kein Notizbuch, das Sie verlegen. Stift auf den Kunststoff, fertig.

Nutzen Sie die Gelegenheit, den Kanister zu prüfen: Risse, gelbliche Verfärbung, Geruch. Ein gut gelagerter HDPE-Kanister hält im Dunkeln locker fünf bis acht Jahre. Stand er aber in der prallen Sonne oder neben einer Wärmequelle (Heizkörper, Heizungsrohre), wird der Kunststoff spröde und kann undicht werden. Die UV- und Hitzeschädigung von HDPE ist kumulativ, sie geht nicht zurück. Fühlt sich der Kunststoff steifer und brüchiger an oder ist er vergilbt, taugt der Kanister nicht mehr. Ersetzen.

Wo lagern Sie Wasserkanister in einer Wohnung ohne Garage?

Der Platz. Das ist das eigentliche Problem für die meisten Stadtbewohner. 50 Quadratmeter, mehr Möbel als freie Fläche. Wenn Sie in einer Wohnung mit 45 bis 90 Quadratmetern leben, funktioniert das hier wirklich:

  • Unter der Küchenspüle: Hier passen ein bis zwei 10-Liter-Kanister, ohne dass Sie mehr als den Mülleimer verrücken. Der zugänglichste Platz und der erste, den ich befüllen würde.
  • Flur- oder Garderobenschrank: leere Faltkanister als Reserve plus ein starrer 10-Liter-Kanister als aktiver Vorrat.
  • Gemeinschaftskeller: Wenn das Haus einen hat, ist er ideal für die großen Kanister (20 bis 25 L), gestapelt. Mit Vorhängeschloss, falls geteilt.
  • Überdachter Balkon: Wenn keine direkte Sonne hinkommt, möglich für lichtundurchlässige Kanister. Bei Südausrichtung mit einer Plane abdecken.
  • Oben auf dem Kleiderschrank: nur 10-Liter-Kanister. Ein voller 20-Liter-Kanister oben auf einem Schrank ist ein Risiko, wenn er nicht gesichert ist.

Zu vermeiden: Terrasse in praller Sonne (der Kunststoff altert, das Wasser erwärmt sich), neben der Heizung, an Heizungsrohren. Hitze ist der größte Feind der langfristigen Wasserlagerung, mit Abstand. Ein Hinweis noch: Lagern Sie den Vorrat nicht ausschließlich im Keller, wenn Hochwasser ein Thema ist. Bei einer Überschwemmung läuft der Keller als Erstes voll. Wie Sie einen kompletten Vorrat samt Wasser auf engem Raum organisieren, zeigt unser Notfall-Kit für 72 Stunden für Familien.

“Der größte Fehler in der häuslichen Vorsorge ist die Annahme, man sei vorbereitet, nur weil man ein Kit gekauft hat. Ohne Übung, ohne Plan und ohne zu wissen, wie man das Material benutzt, bringt das Kit wenig.” — Helfer im Katastrophenschutz, aus einer Schulung zur Selbsthilfe

Häufige Fragen

Welcher Kanister ist für Trinkwasser im Notvorrat zugelassen?

Nur ein lebensmittelechter HDPE-Kanister mit dem Glas-Gabel-Symbol und dem Recycling-Code 2 im Dreieck. Diese Kennzeichnung verlangt die EU-Verordnung 1935/2004 für Lebensmittelkontakt. Achten Sie zusätzlich auf den Hinweis BPA-frei. Einfache Baumarkt- oder Industriekanister ohne diese Symbole sind für Trinkwasser nicht geeignet.

Starrer oder faltbarer Wasserkanister, was ist besser?

Das hängt vom Platz ab. Mit Keller, Garage oder Abstellraum fahren Sie mit starren HDPE-Kanistern besser: stapelbar, robust, jahrelang haltbar. In der kleinen Wohnung spart ein Faltkanister enorm Platz. Viele Vorsorger nutzen beides: starr als Hauptvorrat, faltbar als Reserve.

Wie viele Wasserkanister braucht eine Familie nach BBK-Empfehlung?

Das BBK rechnet mit etwa 2 Litern Trinkwasser pro Person und Tag, plus rund 0,5 Liter zum Kochen. Für 10 Tage sind das pro Person etwa 20 bis 25 Liter. Eine vierköpfige Familie braucht also rund 100 Liter, das entspricht vier bis fünf Kanistern à 20 bis 25 Litern.

Wie oft muss ich das Wasser im Kanister wechseln?

Bei normalem Leitungswasser ohne Zusatz etwa alle sechs Monate. Mit einem Konservierungsmittel auf Silberbasis bleibt das Wasser länger keimfrei. Trick: Koppeln Sie den Wechsel an die Zeitumstellung im März und Oktober. Beim Wechsel den Kanister auf Risse, Gelbfärbung und Geruch prüfen.


Mit ein paar Kanistern und weniger als 50 Euro haben Sie genug Kapazität, um eine vierköpfige Familie über die vom BBK empfohlenen 10 Tage mit Trinkwasser zu versorgen. Sie brauchen keinen Keller und keine Garage. Befüllen, richtig lagern und zweimal im Jahr wechseln. Das ist alles.

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Thomas Weber
Thomas Weber

Redakteur für Notfallvorsorge · Deutschland

Ich schreibe seit acht Jahren über Notfallvorsorge. Ich wohne in Nordrhein-Westfalen, der Region, die 2021 von der Ahrtalflut getroffen wurde. Hier geht es um das, was ich selbst getestet und erlebt habe — nicht um das, was sich in generischen Prepper-Blogs gut verkauft.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Kanister ist für Trinkwasser im Notvorrat zugelassen?
Nur ein lebensmittelechter HDPE-Kanister (Polyethylen hoher Dichte) mit dem Glas-Gabel-Symbol und dem Recycling-Code 2 im Dreieck. Diese Kennzeichnung verlangt die EU-Verordnung 1935/2004 für Materialien mit Lebensmittelkontakt. Achten Sie zusätzlich auf den Hinweis BPA-frei. Einfache Baumarkt- oder Industriekanister ohne diese Symbole sind für Trinkwasser nicht geeignet.
Starrer oder faltbarer Wasserkanister, was ist besser?
Das hängt vom Platz ab. Wer Keller, Garage oder Abstellraum hat, fährt mit starren HDPE-Kanistern besser: stapelbar, robust, jahrelang haltbar. In der kleinen Wohnung spart ein Faltkanister enorm Platz, leer ist er nur wenige Zentimeter dick. Viele Vorsorger nutzen beides: starr als Hauptvorrat, faltbar als platzsparende Reserve.
Wie viele Wasserkanister braucht eine Familie nach BBK-Empfehlung?
Das BBK rechnet mit etwa 2 Litern Trinkwasser pro Person und Tag, plus rund 0,5 Liter zum Kochen. Für 10 Tage sind das pro Person etwa 20 bis 25 Liter. Eine vierköpfige Familie braucht also rund 100 Liter, das entspricht vier bis fünf Kanistern à 20 bis 25 Litern. Mehrere mittlere Kanister sind praktischer als ein riesiger.
Kann ich PET-Flaschen aus dem Supermarkt statt Kanister nehmen?
Für ein paar Tage ja, ungeöffnetes Mineralwasser ist kühl und dunkel sehr lange haltbar. Für die dauerhafte Lagerung über Monate sind robuste HDPE-Kanister besser: Sie sind stabiler, lassen sich stapeln und mit einem Hahn leichter entnehmen. Niemals Flaschen oder Kanister verwenden, die Milch, Saft oder Reinigungsmittel enthalten haben.
Wie oft muss ich das Wasser im Kanister wechseln?
Bei normalem Leitungswasser ohne Zusatz etwa alle sechs Monate. Mit einem Konservierungsmittel auf Silberbasis bleibt das Wasser länger keimfrei. Praktischer Trick: Koppeln Sie den Wasserwechsel an die Zeitumstellung im März und Oktober, dann vergessen Sie es nicht. Beim Wechsel den Kanister auf Risse, Gelbfärbung und Geruch prüfen.

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