PMR446-Funkgeräte und Walkie-Talkies für die Notfallkommunikation bei Stromausfall

Funkgeräte & Walkie-Talkie für den Notfall: Kaufratgeber

Thomas Weber, Notfalltechnik · · 11 Min. Lesezeit · Strom & Kommunikation
Aktualisiert:
Basierend auf: Zivilschutz (BBK) WHO Rotes Kreuz Europäische Kommission

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RKK Walkie BF-88E 2er-Pack WiederaufladbarRKK25,99 €★ 4.5 (669 Bewertungen)350 g1500 mAh
Baofeng Walkie PMR 2er-Pack WiederaufladbarBaofeng29,90 €★ 4.5 (560 Bewertungen)380 g
4er-Pack Professionelle Funkgeräte Große ReichweiteTidradio59,90 €★ 4.5 (560 Bewertungen)800 g
Retevis RB648 Walkie IP67 Sturzsicher 2er-PackRetevis99,99 €★ 4.6 (174 Bewertungen)500 g2000 mAh

Wenn das Handynetz steht und alle zusammen zu Hause sind, braucht niemand ein Funkgerät. Das Problem fängt genau dann an, wenn beides nicht mehr stimmt: Der Strom ist weg, die Sendemasten haben nach ein paar Stunden Notstrom aufgegeben, und die Familie ist nicht komplett unter einem Dach. Das Kind ist noch in der Schule, jemand auf dem Weg vom Job, ein zweites Auto irgendwo dazwischen. In diesem Moment ist ein Funkgerät plötzlich kein Spielzeug mehr.

Aber Funk löst nur eine ganz bestimmte Aufgabe: lokale Verständigung, ohne vom Mobilfunknetz abhängig zu sein. Ein Walkie-Talkie ersetzt kein Notfallradio, lädt kein Handy und macht aus einer Stadtwohnung keine autarke Festung. Und nicht jedes Gerät, das Ihnen bei Amazon angezeigt wird, ist überhaupt die richtige, legale Wahl für eine normale Familie in Deutschland. Genau darum geht es in diesem Notfallplan-Kaufratgeber.

Kurz gesagt: Ein Funkgerät lohnt sich, wenn sich Ihre Familie regelmäßig auf mehrere Orte verteilt, Sie auf dem Land mit schlechtem Empfang wohnen oder Sie bei einer Evakuierung Vorder- und Hinterauto koordinieren müssen. Für den Notfall heißt das fast immer: einfaches PMR446 statt Amateurfunk. Wer dagegen nur zu Hause sitzen bleibt, kauft besser zuerst ein Notfallradio und eine Powerbank.

Warum Sie diesem Ratgeber vertrauen können

Letzte Aktualisierung: 2026-06-21

Dieser Ratgeber stützt sich nicht auf Herstellerprospekte. Maßgeblich sind die deutschen Regeln zu PMR446 (anmelde- und gebührenfreie Nutzung nach Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur), die Empfehlungen des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) zur Notfallkommunikation und das, was bei realen Ereignissen wie dem 31-Stunden-Stromausfall 2019 in Berlin-Köpenick oder der Ahrtal-Flut tatsächlich passiert ist: Handys leer, kein Netz, tagelang keine verlässliche Information.

Der Ansatz hier ist bewusst nüchtern. Wenn ein Funkgerät Ihr konkretes Problem nicht löst, sage ich das auch, statt es Ihnen aus Reflex zu verkaufen. Notfallplan verdient an einigen Links in diesem Text eine kleine Provision, wenn Sie über sie kaufen. Das ändert nichts am Preis für Sie und nichts an den Empfehlungen.

1. Wann ein Funkgerät wirklich Sinn ergibt

Kommunikation ohne Netz im Notfall

Ein Walkie-Talkie verdient seinen Platz im Notfallset in vier ziemlich konkreten Situationen:

  • Zwei Erwachsene, die oft in getrennten Autos unterwegs sind.
  • Eine Familie auf dem Land, am Ortsrand oder im Reihenhausgebiet mit lückenhaftem Empfang.
  • Eine lokale Evakuierung, bei der eine Person vorausgeht und eine andere hinterherkommt.
  • Wetterlagen oder Stromausfälle, bei denen Sie sich über kurze Distanz abstimmen müssen, ohne sich aufs Handy verlassen zu können.

In diesen Fällen kauft das Funkgerät etwas, das das Telefon im Ernstfall nicht garantieren kann: sofortige Sprachverbindung auf kurze Distanz, selbst wenn das Netz überlastet oder komplett tot ist.

Wo es sich dagegen kaum lohnt:

  • In der kleinen Stadtwohnung, in der ohnehin alle zusammenbleiben.
  • Bei der Spontankauf-Logik “haben wir dann halt” ohne festen Plan und ohne je getestet zu haben.
  • Wenn Sie eigentlich Information und Akku brauchen, nicht zwei Straßen weit reden.

Wenn Sie noch keinen festen Ablauf haben, wer wen wann erreicht, lohnt sich zuerst ein Blick in die vollständige Notfallvorsorge-Anleitung. Die Reihenfolge ist fast immer: erst der Plan, dann die Ausrüstung. Ein Gerät ohne abgesprochenen Kanal und ohne Übung ist im Ernstfall nur ein teurer Briefbeschwerer.

RKK RKK Walkie BF-88E 2er-Pack Wiederaufladbar

RKK BF-88E Funkgerät 2er-Pack (PMR446)

4.5 (669)

25,99 €

Lizenzfreier Einstieg: wiederaufladbar über USB, 1500 mAh, 16 Kanäle. Reicht völlig, um zu zweit auf kurze Distanz in Kontakt zu bleiben.

2. PMR446 oder Amateurfunk? Der wichtigste Unterschied

Familiäre Notfallvorsorge

Das ist die Entscheidung, die fast alles andere bestimmt. Und sie ist in Deutschland klar geregelt.

PMR446 steht für “Private Mobile Radio” auf den Frequenzen 446,0 bis 446,2 MHz. Diese sind per Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur für jedermann freigegeben: anmeldefrei, gebührenfrei, kein Rufzeichen, keine Prüfung. Die Bedingungen sind dafür eng gesteckt:

  • tragbare Handgeräte;
  • fest verbaute Antenne, nicht abnehmbar;
  • maximal 500 mW Sendeleistung;
  • keine Nutzung als feste Basisstation oder Relais.

Übersetzt in eine Kaufentscheidung heißt das: Wer ein Funkgerät für Familie, Stromausfall oder kurze Evakuierung will, sucht ein einfaches PMR446-Gerät. Sobald in der Produktbeschreibung Begriffe wie Dualband, VHF/UHF, abnehmbare Antenne, 128 Kanäle oder Programmiersoftware auftauchen, reden wir nicht mehr von PMR446.

Amateurfunk ist die andere Welt. Geräte wie der oft empfohlene Baofeng UV-5R können mehr Leistung und Reichweite, aber das Senden auf Amateurfunkfrequenzen verlangt in Deutschland eine bestandene Prüfung bei der Bundesnetzagentur und ein persönliches Rufzeichen. Ohne Lizenz dort zu funken, ist schlicht nicht erlaubt. Das macht solche Geräte nicht schlecht, nur ungeeignet als Standardlösung für eine Durchschnittsfamilie, die einfach nur ohne Netz Kontakt halten will.

Daneben gibt es als deutsche Besonderheit noch Freenet (149 MHz, sechs Kanäle, anmeldefrei) und CB-Funk. Beide sind legal nutzbar, aber das Gerätesortiment und die Auswahl bei den großen Händlern sind deutlich kleiner. Für die meisten Haushalte bleibt PMR446 der praktische Standard.

Meine einfache Regel:

  • PMR446, lizenzfrei, feste Antenne: ja, sinnvoller Kauf.
  • Dualband, VHF/UHF, abnehmbare Antenne, Software: nicht als Standardlösung für den normalen Haushalt.
Baofeng Baofeng Walkie PMR 2er-Pack Wiederaufladbar

Baofeng PMR Funkgerät 2er-Pack (lizenzfrei)

4.5 (560)

29,90 €

Bekannte Marke, PMR446 ohne Lizenz, USB-Akku, 16 Kanäle, Ohrhörer und Taschenlampe dabei. Solider Mittelweg zwischen Preis und Markennamen.

3. Die echte Reichweite: denken Sie in Nachbarschaft, nicht in Filmen

Wenn Sie Produktbilder angeschaut haben, kennen Sie die Zahlen: 8 km, 10 km, manchmal mehr. Das entscheidende Wort steht meist klein dabei: bis zu.

Diese Angaben sind nicht gelogen, aber sie gelten unter Idealbedingungen, also bei direkter Sichtverbindung ohne Hindernisse, etwa über Wasser oder von einem Hügel zum nächsten. Im Alltag sieht das anders aus:

  • Dicht bebaute Stadt: oft nur 1 bis 2 Kilometer. Häuserwände, Stahlbeton und parkende Lkw schlucken das Signal.
  • Vorort, Reihenhaussiedlung: vielleicht 2 bis 4 Kilometer, je nach Bebauung und Bewuchs.
  • Freies, flaches Land: 5 Kilometer und mehr sind realistisch.

Mit 500 mW darf ein PMR446-Gerät nicht stärker funken, und das ist auch der Grund, warum die Frage “welcher Hersteller hat mehr Reichweite” zwischen vergleichbaren Geräten meist Marketing ist. Was wirklich zählt, ist die Umgebung. Behandeln Sie die Zahl auf der Packung also nicht als garantierte Distanz.

Im häuslichen Notfall gewinnt das Funkgerät genau dort an Wert, wo es eine kurze, aber kritische Strecke überbrückt: Ist das zweite Auto durchgekommen? Sind die Kinder am vereinbarten Treffpunkt? Geht es der Person, die in die Tiefgarage runter ist? Für diese Fragen reichen 500 mW vollkommen.

4. Was Sie kaufen sollten, je nach Lage

Sie müssen keine Sammlung anlegen. Sie müssen das richtige Format wählen.

Basis für Paar oder kleine Familie

Das RKK BF-88E hat ein Argument, das schwer zu schlagen ist: 2er-Pack, 1500 mAh, wiederaufladbar, niedriger Einstiegspreis und über 600 Bewertungen mit guter Wertung. Es ist nicht das robusteste und nicht das edelste Gerät. Aber um zu zweit auf kurze Distanz bei Stromausfall, lokaler Evakuierung oder getrennten Wegen in Kontakt zu bleiben, erfüllt es seine Aufgabe sehr ordentlich.

Ich würde es kaufen, wenn:

  • Sie zu zweit sind;
  • Sie es als zusätzliche Sicherheitsebene wollen, nicht als Hobby;
  • Sie etwas Aufladbares und Einfaches suchen;
  • Sie lieber wenig ausgeben, bevor Sie wissen, ob Sie es wirklich nutzen.

Für größere Familie oder mehrere Gruppen

Der 4er-Pack Funkgeräte mit großer Reichweite von Tidradio passt besser, wenn Sie nicht “das beste Gerät”, sondern mehr Geräte pro Euro brauchen. Bei vier Personen, zwei Autos oder einer Familie, die sich täglich auf Schule, Arbeit und Zuhause verteilt, vermeidet ein 4er-Pack den klassischen Fehler, zwei zu kaufen und dann festzustellen, dass zwei Hände fehlen. USB-Ladegerät und Ohrhörer sind dabei.

Tidradio 4er-Pack Professionelle Funkgeräte Große Reichweite

4er-Pack Funkgeräte mit großer Reichweite

4.5 (560)

59,90 €

Vier wiederaufladbare Geräte, 16 Kanäle, VOX und Ohrhörer im Set. Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis pro Gerät, wenn sich die Familie auf mehrere Orte verteilt.

Ich würde es kaufen, wenn:

  • Sie zu viert oder mehr sind;
  • es sich auf mehrere Personen oder Autos verteilen soll;
  • Sie auf den Preis pro Stück achten;
  • die Nutzung familiär ist, nicht individuell.

Premium für Regen, Hochwasser und harten Außeneinsatz

Das Retevis RB648 spielt in einer anderen Liga: IP67, also wasser-, staub- und stoßgeschützt, 2000 mAh und USB-C. Hier zahlen Sie nicht nur für Kommunikation, sondern für physische Reserve. Wer in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnt, viel draußen arbeitet oder ein Gerät will, das Nässe und gröbere Behandlung aushält, für den hat dieser Aufpreis Sinn.

Retevis Retevis RB648 Walkie IP67 Sturzsicher 2er-Pack

Retevis RB648 Funkgerät IP67 2er-Pack

4.6 (174)

99,99 €

Wasserdicht nach IP67, staub- und stoßfest, 2000 mAh und USB-C. Die robuste Wahl, wenn Regen, Schlamm oder Hochwasser wirklich zum Szenario gehören.

Ich würde es kaufen, wenn:

  • Sie Regen oder Schlamm ausgesetzt sind;
  • Sie ein ernsteres Set für Auto plus Außeneinsatz wollen;
  • zum wahrscheinlichen Notfall Hochwasser oder ein schweres Unwetter gehört.

5. Funk ist nur ein Baustein, kein Ersatz fürs Radio

Das ist der häufigste Denkfehler. Ein Funkgerät redet, aber es hört keine offiziellen Informationen. Es sagt Ihnen nicht, ob das Stadtviertel evakuiert wird, ob das Trinkwasser noch sicher ist oder wie lange der Stromausfall dauert. Diese Lage-Information kommt über UKW/MW oder DAB+ aus einem Notfallradio, das auch dann sendet, wenn das Datennetz längst tot ist.

Die saubere Aufteilung sieht so aus: Das Funkgerät koordiniert Ihre Leute untereinander. Das Notfallradio bringt Ihnen die Lage von außen herein. Beides zusammen ergibt erst eine funktionierende Kommunikationsebene. Mehr zur Auswahl finden Sie im Ratgeber zu den besten Notfallradios 2026, und wie sich beides in einen größeren Plan einfügt, steht in der Vorbereitung auf den Stromausfall. Das BBK empfiehlt ausdrücklich, sich nicht allein auf das Handy zu verlassen, sondern einen netzunabhängigen Informationsweg im Haus zu haben.

Wer das Ganze sauber aufbauen will, sollte zuerst seinen Notfallplan im Planer durchspielen: Wie viele Personen, welche Wege, welches Szenario? Daraus ergibt sich von selbst, ob zwei Geräte reichen oder vier nötig sind. Die Ausrüstung folgt dem Plan, nicht umgekehrt.

6. So machen Sie die Geräte einsatzbereit, damit sie am schlimmen Tag funktionieren

Ein schlecht vorbereitetes Funkgerät ist fast so wertlos wie gar keines. Machen Sie das hier:

  1. Legen Sie einen festen Kanal für die Familie fest und schreiben Sie ihn auf.
  2. Bewahren Sie eine kleine Karte mit “Kanal + Treffpunkt + wer ruft wen” bei den Geräten auf.
  3. Testen Sie Audio und Akku einmal im Quartal kurz.
  4. Laden Sie die Geräte vor Unwettern, langen Fahrten oder ernsten Warnlagen voll auf.
  5. Halten Sie bei batteriebetriebenen Modellen einen Satz Ersatzbatterien bereit.

Im Notfall scheitert ein Funkgerät selten an fehlender Technik. Es scheitert an Vernachlässigung: leerer Akku, niemand kennt den Kanal, niemand hat es je ausprobiert. Zehn Minuten Vorbereitung pro Quartal lösen genau dieses Problem.

Fazit

Ein Funkgerät ist kein Allheilmittel und keine Pflicht für jeden Haushalt. Aber für Familien, die sich regelmäßig auf mehrere Orte verteilen, für Gegenden mit schlechtem Empfang und für Evakuierungsszenarien ist ein einfaches, lizenzfreies PMR446-Set eine günstige und sinnvolle Sicherheitsebene, gerade weil es genau dann funktioniert, wenn das Handynetz aufgibt.

Die Reihenfolge bleibt: erst der Plan, dann das Notfallradio für die Lage von außen, dann das Funkgerät für die Abstimmung untereinander. Wer mit zwei aufgeladenen Geräten, einem festen Kanal und einer kurzen Übung in den Ernstfall geht, ist der Person mit dem teureren, aber ungetesteten Gerät deutlich voraus.

Mehr dazu: Vollständige Notfallvorsorge-Anleitung oder die Vorbereitung auf den Stromausfall in Deutschland.


Folgen Sie im Ernstfall immer den Anweisungen der Behörden, der Feuerwehr und der Rettungsdienste (Notruf 112). Die Informationen auf diesem Blog dienen der präventiven Vorbereitung und ersetzen keine Beratung durch Fachkräfte. Beim Funkbetrieb gelten die Vorgaben der Bundesnetzagentur.

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Thomas Weber
Thomas Weber

Redakteur für Notfallvorsorge · Deutschland

Ich schreibe seit acht Jahren über Notfallvorsorge. Ich wohne in Nordrhein-Westfalen, der Region, die 2021 von der Ahrtalflut getroffen wurde. Hier geht es um das, was ich selbst getestet und erlebt habe — nicht um das, was sich in generischen Prepper-Blogs gut verkauft.

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Häufig gestellte Fragen

Sind PMR446-Funkgeräte in Deutschland lizenzfrei?
Ja. PMR446 (446,0-446,2 MHz) ist in Deutschland anmelde- und gebührenfrei nutzbar. Sie brauchen keine Lizenz, kein Rufzeichen und keine Prüfung. Voraussetzung ist nur ein zugelassenes Gerät mit fest verbauter Antenne und maximal 500 mW Sendeleistung. Sobald ein Gerät eine abnehmbare Antenne oder höhere Leistung hat, fällt es nicht mehr unter PMR446.
Was ist der Unterschied zwischen PMR446 und Amateurfunk?
PMR446 ist für jedermann ohne Anmeldung freigegeben und auf 500 mW begrenzt. Amateurfunk (zum Beispiel Baofeng-Geräte) bietet mehr Leistung und Reichweite, verlangt aber eine bestandene Prüfung bei der Bundesnetzagentur und ein persönliches Rufzeichen. Ohne Lizenz auf Amateurfunkfrequenzen zu senden, ist in Deutschland nicht erlaubt. Für die normale Familien-Notfallkommunikation ist PMR446 die richtige Wahl.
Welche Reichweite haben Funkgeräte im Notfall wirklich?
Realistisch sind es in der dicht bebauten Stadt oft nur 1 bis 2 Kilometer, weil Wände und Gebäude das Signal schlucken. Auf freiem, flachem Land oder von Hügel zu Hügel sind 5 Kilometer und mehr möglich. Die Werbeangaben von '8 km' oder '10 km' gelten nur bei direkter Sichtverbindung ohne Hindernisse, etwa über Wasser oder von Berg zu Berg.
Funktionieren Funkgeräte bei Stromausfall und Netzausfall?
Ja, und genau dafür sind sie gedacht. Funkgeräte arbeiten direkt von Gerät zu Gerät und brauchen weder Sendemasten noch Internet. Wenn bei einem Stromausfall das Mobilfunknetz nach einigen Stunden zusammenbricht, funkt Ihr Walkie-Talkie weiter, solange die Akkus geladen sind. Deshalb empfiehlt es sich, die Geräte regelmäßig zu laden oder Ersatzbatterien bereitzuhalten.
Wie viele Funkgeräte braucht eine Familie?
Mindestens zwei, damit zwei Personen oder zwei Gruppen sich verständigen können. Für eine vierköpfige Familie, die sich auf Schule, Arbeit und Zuhause verteilt, ist ein 4er-Pack sinnvoller. Wichtiger als die Stückzahl ist, dass alle denselben Kanal kennen und das Funken einmal geübt haben, bevor es ernst wird.

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